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	<title>riff-online.net &#187; Temperatur</title>
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	<description>Meerwasseraquaristik</description>
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		<title>Die Dichte von Seewasser</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Jun 2009 11:56:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>hma</dc:creator>
				<category><![CDATA[Analysen]]></category>
		<category><![CDATA[Dichte]]></category>
		<category><![CDATA[Druck]]></category>
		<category><![CDATA[Salinität]]></category>
		<category><![CDATA[Temperatur]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Dichte von Seewasser ist eine Funktion von Salinität, Druck und Temperatur. Diese sind die wesentlichen Messgrößen in der Ozeanographie und auch für uns Seewasser-Aquarianer unbedingt zu beachten. Als Aquarianer können wir hierbei allerdings, die in der physikalischen Ozeanographie wichtige Funktion Druck, vernachlässigen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="postbody">Die Dichte von Seewasser ist eine Funktion von Salinit&auml;t, Druck und Temperatur. Diese sind die wesentlichen Messgr&ouml;&szlig;en in der Ozeanographie und auch f&uuml;r uns Seewasser-Aquarianer unbedingt zu beachten. Als Aquarianer k&ouml;nnen wir hierbei allerdings, die in der physikalischen Ozeanographie wichtige Funktion Druck, vernachl&auml;ssigen.</span></p>
<p><span class="postbody"></p>
<p align="justify" class="Stil4">Die Dichte ist eine der wichtigsten Parameter in der Seewasseraquaristik, da sich schon durch geringe Temperaturabweichungen im Aquarium, Dichteunterschiede nachweisen lassen. Sie ist, wie schon geschrieben, Funktion von Temperatur T, Salinit&auml;t S und Druck P. Um die Dichte als Charakteristikum bestimmter Wassermengen vergleichbar zu machen, wird als Angabe meistens die <strong>potentielle Dichte </strong> (sigma-t)  angegeben.</p>
<p align="justify" class="Stil4">
<p>(sigma-t) =  (S,T,P=0)-1.0000</p>
<p></p>
<p align="justify" class="Stil4">
<p>Die Dichte von Seewasser steigt mit zunehmender Salinit&auml;t an. Seewasser zeigt nicht die Besonderheit von S&uuml;&szlig;wasser (h&ouml;chste Dichte bei +4?C, bei weiterer Temperaturabnahme Dichteabnahme). Seewasser ist gering kompressibel, mit dem Auflastdruck nimmt daher auch die Dichte zu.</p>
<p></p>
<p align="justify" class="Stil4">Die Beziehung Dichte/Salinit&auml;t/Temperatur wird durch eine international verbindlich festgelegte Formel (International Equation of State, Siedler, &amp; Peters, 1982) beschrieben. Da die zuvor beschriebene Funktion nicht linear ist, gibt es den Effekt, dass durch die Mischung von zwei Wassermengen mit gleicher Dichte aber unterschiedlicher Temperatur und Salzgehalt eine neue Wassermenge mit h&ouml;herer Dichte entstehen kann.</p>
<p align="justify" class="Stil4"><img height="354" width="542" class="aligncenter size-full wp-image-129" title="info_2_clip_image002" alt="info_2_clip_image002" src="http://www.riff-online.net/wordpress/wp-content/up-loads/2009/06/info_2_clip_image002.jpg" /></p>
<p></span><span class="postbody"></p>
<p align="justify" class="Stil4">f&uuml;r uns Aquarianer ist es daher wichtig bei jedem Wasserwechsel darauf zu achten das die Temperatur des Wechselwasser, der Temperatur des Aquariumwasser angepasst wird, da sich ansonsten, wie oben beschrieben, Dichteunterschiede ergeben.</p>
<p></p>
<p align="justify" class="Stil4">&nbsp;</p>
<p></p>
<p align="justify" class="Stil4">&nbsp;</p>
<p></p>
<p align="justify" class="Stil6">Salinit&auml;t</p>
<p></p>
<p align="justify" class="Stil4">
<p>Meerwasser enth&auml;lt etwa 3.5% gel&ouml;ste Salze, gel&ouml;ste Gase und organische Substanzen. Den gr&ouml;&szlig;ten Anteil macht Kochsalz (NaCl) aus. Da das Verh&auml;ltnis der gel&ouml;sten Ionen in Meerwasser stabil ist, reicht es aus, eine Komponente zu messen, um die Gehalte aller Ionen zu kennen. Aus diesem Grund wird der Salzgehalt durch Messung des Chloridgehalts bestimmt. Die Salinit&auml;t wird in Promille angegeben. Moderne Messger&auml;te bestimmen die Salinit&auml;t &uuml;ber die Leitf&auml;higkeit (&quot;practical Salinity&quot;). Gr&ouml;&szlig;ere Abweichungen k&ouml;nnen im Aquarium auftreten wenn ein Teil des Aquarienwassers verdunstet, der Salzgehalt im verbleibenden Wasser erh&ouml;ht sich dadurch messbar. Die verdunstete Wassermenge sollte daher regelm&auml;&szlig;ig wieder erg&auml;nzt werden, am besten mittels einer automatischen Niveauregulierung. Als Erg&auml;nzungswasser sollte man hier auf Osmosewasser zur&uuml;ckgreifen. Bei kleineren Aquarien kann man die fehlende Wassermenge auch von Hand erg&auml;nzen, sollte dies aber auch mindestens einmal am Tag tun.</p>
<p align="justify" class="Stil4">Die Anteile an gel&ouml;sten Salzen im Seewasser sind weltweit und &uuml;ber die gesamte Tiefe der Ozeane relativ konstant. Unterschiede treten nur auf durch Verdunstung, Eintrag von Regenwasser, abschmelzen von Eis und dem Eintrag der Fl&uuml;sse ins Meer. Dies geschieht aber relativ langsam, sodass die Tiere sich ohne Probleme anpassen k&ouml;nnen. Dies m&uuml;ssen wir auch im Aquarium ber&uuml;cksichtigen. Eine Anpassung von Dichte bzw. Salinit&auml;t sollte daher langsam geschehen um unsere Pfleglinge nicht zu sch&auml;digen.</p>
<p align="justify" class="Stil4"><img height="335" width="464" class="aligncenter size-full wp-image-130" title="info_2_clip_image002_0000" alt="info_2_clip_image002_0000" src="http://www.riff-online.net/wordpress/wp-content/up-loads/2009/06/info_2_clip_image002_0000.jpg" /></p>
<p></span><span class="postbody">(Verteilung des Salzgehalt, &ouml;stliches Mittelmeer um Zypern, Abbildung der University of Cyprus, Mediterranean Forecasting System, Cyprus Contribution.)</span></p>
<p><img height="402" width="601" class="aligncenter size-full wp-image-131" title="info_2_clip_image002_0001" alt="info_2_clip_image002_0001" src="http://www.riff-online.net/wordpress/wp-content/up-loads/2009/06/info_2_clip_image002_0001.jpg" /></p>
<p><span class="postbody"></p>
<p align="justify" class="Stil4">Die Salinit&auml;t an der Oberfl&auml;che der Weltozeane in PSU (practical salinity unit, entspricht Promille) im Jahresmittel. Die Bandbreite reicht von Brackwasser (z.B. Bottnischer Meerbusen der Ostsee) mit einer Salinit&auml;t &lt; 10 Promille bis etwa 40 Promille im Persischen Golf. Die Salinit&auml;t ist gesteuert durch das Verh&auml;ltnis von Evaporation zu S&uuml;&szlig;wassereintrag durch Niederschl&auml;ge und Fl&uuml;sse. Vor gro&szlig;en M&uuml;ndungen gro&szlig;er Fluss-Systeme (z.B. Amazonas) dominiert der Flusseintrag, im offenen Ozean das Verh&auml;ltnis von Niederschlag zu Verdunstung. Der letzte Effekt kann am Atlantik studiert werden: erh&ouml;hte Salinit&auml;t im niederschlagsarmen Bereich 20-30? N und S, erniedrigte Salinit&auml;t um den &Auml;quator.</p>
<p></p>
<p align="justify" class="Stil4">(Daten aus  Levitus et al (1994), <a href="http://www.nodc.noaa.gov/OC5/indprod.html" target="_blank">World Ocean Atlas</a>)</p>
<p></p>
<p align="justify" class="Stil4">&nbsp;</p>
<p></p>
<p align="justify" class="Stil4">&nbsp;</p>
<p></p>
<p align="justify" class="Stil6"><strong>Messen von Salinit&auml;t und Dichte</strong></p>
<p align="justify">
<p><span class="Stil4">Zum messen von Salinit&auml;t und Dichte stehen uns in der Aquaristik verschiedene Messmittel zur Verf&uuml;gung. Die drei wichtigsten m&ouml;chte ich hier kurz vorstellen.</span></p>
<p></span><span class="postbody"></p>
<p align="justify"><strong class="Stil6"> 1.  Ar&auml;ometer</strong></p>
<p><img height="228" width="95" class="aligncenter size-full wp-image-132" title="info_2_clip_image002_0002" alt="info_2_clip_image002_0002" src="http://www.riff-online.net/wordpress/wp-content/up-loads/2009/06/info_2_clip_image002_0002.jpg" /></p>
<p></p>
<p align="justify">&nbsp;</p>
<p></p>
<p align="justify">&nbsp;</p>
<p></p>
<p align="justify">&nbsp;</p>
<p align="justify"><span class="Stil4">Das Ar&auml;ometer, auch Spindel genannt, dient zur<strong> Bestimmung der Dichte</strong> von Fl&uuml;ssigkeiten oder der Konzentration gel&ouml;ster Stoffe. Die Dichteangabe erfolgt h&auml;ufig in g/cm3 (g/ml) oder auch in Baum&eacute;. Die Konzentration wird in Volumenprozenten (Vol.%) oder Massenprozenten (Gew.%) angegeben. Die Fehlertoleranz liegt meist innerhalb von 2 Teilstrichen. Wichtig f&uuml;r uns Aquarianer ist hier die Temperaturangabe auf dem jeweiligen Ar&auml;ometer, sie gibt an, bei welcher Temperatur das Ger&auml;t korrekt anzeigt bzw. misst (20&deg; bzw. 25&deg;C). Wichtig ist es auch, darauf zu achten das die  Spindelanzeige gr&ouml;&szlig;er als 15cm ist. Kleinere Spindelanzeigen lassen sich meist nur sehr schwer ablesen.</span></p>
<p align="justify"><span class="postbody"></p>
<p align="justify"><span class="Stil6"><strong>2.</strong> <strong>Refraktometer</strong></span></p>
<p></p>
<p align="center">
<p><strong><img height="191" width="576" class="aligncenter size-full wp-image-146" title="info_2_clip_image001" alt="info_2_clip_image001" src="http://www.riff-online.net/wordpress/wp-content/up-loads/2009/06/info_2_clip_image0011.jpg" /></strong></p>
<p align="justify">
<p><span class="Stil4">Das  mit Abstand pr&auml;ziseste Messger&auml;t zur <strong>Bestimmung  der Salinit&auml;t</strong> ist meiner Meinung nach das Refraktometer! Refraktometer nutzen, vereinfacht ausgedr&uuml;ckt, die unterschiedliche Lichtbrechung von destilliertem bzw. salzhaltigem Wasser. Einen Tropfen Fl&uuml;ssigkeit auf das Prisma geben und den Deckel schlie&szlig;en. Das Prisma auf eine Lichtquelle halten, durch das Okular schauen und direkt von der internen Skala ablesen. Das ist alles! Die Skala zeigt Dichte und Salinit&auml;t in Promille (ppt), wobei die Anzeige der Salinit&auml;t zu preferieren ist. Zu beachten ist, dass das Refraktometer vorher mit destilliertem Wasser geeicht wurde. In keinem Fall Osmosewasser verwenden. Wichtig ist ebenfalls das das Refraktometer ein automatisches Temperaturausgleichsystem besitzt, welches den Ausgleich im Temperaturbereich von 10- 30 Grad Celsius &uuml;bernimmt.</span></p>
<p></p>
<p align="justify">&nbsp;</p>
<p></p>
<p align="justify" class="Stil4">&nbsp;</p>
<p></p>
<p align="justify" class="Stil6"><strong>3. Leitwertmesser/Conductivity Meter</strong></p>
<p></p>
<p align="justify"><strong> </strong></p>
<p align="justify"><img height="144" width="144" class="aligncenter size-full wp-image-133" title="info_2_clip_image002_0003" alt="info_2_clip_image002_0003" src="http://www.riff-online.net/wordpress/wp-content/up-loads/2009/06/info_2_clip_image002_0003.jpg" /><strong> </strong><span class="Stil4">Als Leitf&auml;higkeit bezeichnet man die F?higkeit eines chemischen Stoffes oder Stoffgemischs, Energie oder andere Stoffe oder Teilchen im Raum zu transportieren.</span></p>
<p></p>
<p align="justify" class="Stil4">Leitf&auml;higkeitsmessger&auml;te zeigen sehr genau die Leitf&auml;higkeit in S&uuml;&szlig;wasser, Brackwasser und Meerwasser an. Sie sind um ein mehrfaches genauer und einfacher, als ein Labor-Ar&auml;ometer. Auch Leitf&auml;higkeitsmessger&auml;te sind in aller Regel automatisch temperaturkompensiert, wie ein Refraktometer.</p>
<p></p>
<p align="justify" class="Stil4">
<p>Viele anorganische Stoffe wie Ammonium, Nitrit, Nitrat, Phosphat, Kalium, Natrium sind geladen und k&ouml;nnen somit per Leitf&auml;higkeitsmessung erfasst werden -&gt; je mehr Stoffe von den Tieren ausgeschieden werden, desto schneller steigt die Leitf&auml;higkeit an.</p>
<p></p>
<p align="justify" class="Stil4">
<p>Um den Zeitpunkt f&uuml;r einen Wasserwechsel zu automatisieren, kann die Leitf&auml;higkeit kontinuierlich gemessen und beim &Uuml;berschreiten eines Maximum Osmosewasser bzw. Wechselwasser (frisches Salzwasser) zugegeben werden.</p>
<p align="justify" class="Stil4">
<p>Die Qualit&auml;t des Reinwassers einer Umkehrosmoseanlage kann mit Hilfe eines Leitf&auml;higkeitsmessger&auml;tes ebenfalls ermittelt werden.</p>
<p></p>
<p align="justify" class="Stil4"><span style="font-weight: bold;"><span style="text-decoration: underline;">Vergleich von Leitwertmessung und Dichtemessung</span></span> </p>
<p>Im Gegensatz zur Leitwertmessung, bei der die &quot;Summe aller Salze&quot; im Me&szlig;ergebnis zum Ausdruck kommt, wird durch die Ar&auml;ometermessung das &quot;spezifische Gewicht des Salzwassers&quot; gemessen, was im Ergebnis zwar ann&auml;hernd das Gleiche bedeutet, in der Summe ist jedoch die Leitwertmessung genauer. Das Me&szlig;ergebnis selbst ist Temperaturabh&auml;ngig, achten Sie daher immer auch die Eichangaben des Ar&auml;ometers, wie zuvor schon beschrieben. </p>
<p><span style="font-weight: bold;"><span style="text-decoration: underline;">Achtung!</span></span> </p>
<p>Die Ergebnisse beider Messungen k&ouml;nnen nicht miteinander verglichen werden! </p>
<p>Je nach der Wertigkeit mancher Inhaltsstoffe kann sich die elektrische Leitf&auml;higkeit &auml;ndern. Es wird mehr oder weniger Leitf&auml;higkeit angezeigt. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn die Salzmarke gewechselt wird (aufgrund anderer Inhaltsstoffe, wenn statt Calciumchlorid Natriumchlorid verwendet wurde etc.). </p>
<p>Die ideale Dichte nach Ar&auml;ometer liegt bei 1024 bis 1026. Achten Sie auf alle F&auml;lle beim Kauf des Ger&auml;tes auf die Temperatur, bei der es geeicht wurde! F&uuml;r die Ar&auml;ometermessung im Wirbellosen &#8211; und Fisch-Aquarium kommen nur Ger&auml;te die im Bereich zwischen 22 und 26 Grad Celsius (&uuml;blich ist eine Eichung bei 25 Grad) geeicht wurden. Ar&auml;ometer, die bei 15 Grad Celsius geeicht wurden d&uuml;rfen nur im Temperaturbereich um diese 15 Grad herum zur Dichtemessung verwendet werden (Artenbecken Mittelmeer/Atlantik). </p>
<p>Die Temperatur des zu messenden Salzwassers sollte ziemlich genau der Eichtemperatur der Me&szlig;spindel entsprechen. Je geringer die Abweichung des Wechselwassers in der Dichte von der Dichte des Aquariumwassers abweicht, desto erfolgreicher ist die Ma&szlig;nahme des Wasserwechsels.&nbsp;</p>
<p></span></p>
<p></span></p>
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